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Schalker Euphorie in Dublin: endlich wieder eine Auslandsreise Foto: inpho/imago

Das Angebot zur Teilhabe am europäischen Fußball war noch nie so breit. Für taumelnde Großklubs wie etwa den FC Chelsea hat man auch noch diesen seltsamen Wettbewerb namens Conference League geschaffen. Tief gefallene Klubs wie der FC Schalke 04 können davon allerdings nur träumen. So organisiert sich der Zweitligist, der in der vergangenen Saison dem Abstieg in die dritte Liga nur knapp entkommen ist, nun selbst seine internationalen Auftritte. In Dublin verabredete man sich am Samstag beim irischen Erstligisten Bohemian FC zu einem Gastspiel. Über sechs Jahre nach dem letzten Europapokal-Spiel bei Manchester City (0:7) hatten sich die Schalker eine etwas einfachere Aufgabe ausgesucht. In der Länderspielpause, das war der sportliche Zweck der Reise, sollten überwiegend Ergänzungskräfte in einer Art B-Elf zu etwas mehr Einsatzzeit kommen. Knapp 2.000 Schalker Fans wollten sich das auf keinen Fall entgehen lassen und wurden Zeugen der knappen 2:3-Niederlage. Den ausverkauften Dalymount Park füllten sie knapp zur Hälfte. Und wie es sich bei großen internationalen Auftritten für die Anhängerschaft mittlerweile geziemt, hatten die Schalker einen Fanmarsch zum Stadion veranstaltet. Eine willkommene Gelegenheit, die eigene Größe zu demonstrieren und zu feiern. Schöne Berichte hätte es von all dem geben können. Dann wurden allerdings eine Fotografin und ein Mann am Streckenrand von Schalker Fans massiv attackiert. Der Klub drückte sein Bedauern aus und versprach, bei der Aufarbeitung der Vorfälle zu helfen. Schon wieder ein misslungener Schalker Auftritt. (jok)

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