■ beiseite: Benefiz
Heribert Sasse wartet in diesen Tagen sicherlich genauso gespannt wie wir alle (und vor allem Rolf Hochhuth) auf die aus unerfindlichen Gründen bereits allzu lange hinausgezögerte Entscheidung des Kultursenators in bezug auf die Zukunft des Schloßparktheaters. Mittlerweile ist ja eine Aufnahme des Spielbetriebs zu Beginn der nächsten Saison mehr als unwahrscheinlich geworden, und der Senator, der gerade selbstkritisch äußerte, daß er lieber zurücktreten wolle, als noch einmal so einen Entschluß wie die Schließung des Schiller Theaters auf sich zu nehmen (man lese „unter dem Strich“ nach, auf unseren überregionalen Kulturseiten), möchte doch jetzt bittebitte in die Puschen kommen und sich eindeutig zu den seit einem halben Jahr vorliegenden Konzepten verhalten (in Silben: ver-hal-ten). Aussitzen bringt doch nur wieder fiese Schelte von allen Seiten und ein teuer leerstehendes Haus in den nächsten Monaten. Aber all das nur nebenbei, eigentlich soll es an dieser Stelle um Heribert Sasse gehen, der ja seit Mitte April im Alleingang das Hansa- Theater in Alt-Moabit bespielt. Zum Abschluß seines Gastspiels gibt er am Sonntag um 20 Uhr eine Benefiz-Vorstellung von „Die Leiden des jungen Werther“. Die Karten kosten zwischen 19 und 39 Mark, der Erlös geht an „Hilfe für das autistische Kind e.V.“, ein Verein, der (in der Wilhelmsaue) Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren fördert.
Umverteilung gegen rechts
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