Zwitschermaschine: Architektonische Skizzen und räumliche Denkmodelle
Was tut ein Haus? Die Ausstellung „Nur nicht nach Hause ...“ in der Zwitschermaschine referiert architektonische Arbeitsschritte und Raumverhältnisse. Laut Ausstellungstext sind Laure Catugiers rundförmige Ein-Personen-Balkone aus ihrer Fotoserie „Bachelor Machine“ unmöglich als sozialer Raum nutzbar. Sofort will man dagegenhalten, dass die übereinandergestapelten Beton-Körbchen genauso gut intimes Zusammensein befördern könnten. Eng gedrängt auch die gelben Klebeband-Fensterchen auf Gary Farrellys Mailart-Karte „Postal Dispatch 2014029“ und die knallblauen Plattenbauten samt Satelitenschüsseln, die EVOL aus Aldi-Tüten heraustreten lässt. Chris Dreier nähert sich mit manuell gebauter Lochkamera dem kulturellen Gedächtnis von Gebäuden. Von einem scheinbar leerstehenden Bau am Berliner Stadtrand prangt der Fan-Ruf des Zweitligisten 1. FC Union. Durch die (Über-)Belichtung des Bildes verfällt der Ort in eine unwägbare, flüchtige Atmosphäre. Das Gebäude scheint zu schwinden, ebenso wie das Bild selbst. NYM
Bis 24. 1., Do–So 15–19 Uhr, Potsdamer Str. 161
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