: Zwei Dungeinheiten pro Hektar
SPD und Grüne im niedersächsischen Landtag wollen, daß in Zukunft nur noch bäuerliche Betriebe staatlich unterstützt werden. Massentierhalter sollen leer ausgehen. Mit einer Bundesratsinitiative versuchen sie, die Pläne von Bundeslandwirtschaftsminister Borchert zu verhindern. Der will nämlich die Industrialisierung der Landwirtschaft vorantreiben und allen Agrarbetrieben Vorzugsrechte einräumen — unabhängig davon, wie naturgemäß sie Tiere halten oder wie stark sie die Umwelt schädigen.
Als bäuerlich wollen die Grünen nur noch die Betriebe einstufen, bei denen pro Hektar etwa zwei „Dungeinheiten“ anfallen. Eine Dungeinheit entspricht 80 Kilogramm Stickstoff oder den Exkrementen einer Kuh pro Jahr. Nach diesen Bewertungskriterien würden in Niedersachsen 5.500 Agrarbetriebe ihre Steuer-Privilegien verlieren.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen