■ Zur Person: Traditionsbewußt
Schon sein Vater war Betriebsratsvorsitzender bei den Klöckner Stahlwerken. Eine Tradition, auf die Kurt Müller, der Vorsitzende der IG Medien und Betriebsrat des Weser Kuriers, immer stolz zurückgeblickt hat. Nachdem Müller bei einer kleinen Brinkumer Druckerei gelernt hatte, kam er in den Siebzigern als Handsetzer zum Weser Kurier. Bereits 1978 war er als Betriebsratsmitglied beim Streik gegen die Herabsetzung der Redakteursgehälter maßgeblich beteiligt. Unparteilich, aber politisch in linken Gruppierungen aktiv, wurde Müller in den Achtzigern Vorsitzender der IG Druck und Papier, dem Vorläufer der IG Medien. „Er war stets geradlinig, diskussionsfreudig und arbeitete immer im engen Bezug zu seinen Kollegen“, äußerte sich Betriebsratsgenosse Hermann Kuhn über den zweifachen Familienvater. Gestern ist Kurt Müller unerwartet gestorben. km
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen