■ Zoll: Embargo-Verstoß
Hamburg (AP) – Der Zoll in Hamburg hat einen Verstoß gegen das Handelsembargo gegen Jugoslawien aufgedeckt. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, sind drei vorübergehend verhaftete Mitarbeiter einer Firma in der Hansestadt gegen Zahlung einer Kaution aber wieder freigelassen worden. Ihnen droht wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz eine Mindestfreiheitsstrafe von zwei Jahren. Die Hamburger Firma hatte serbische Gummiprofile zur Herstellung von Autotürdichtungen bezogen. Gleich nach dem Embargo hatte die Firma laut Zoll zur Tarnung ein in Ungarn ansässiges Unternehmen eingeschaltet. Insgesamt seien so 27 Lastwagen mit serbischen Gummiprofilen im Warenwert von 1,2 Millionen Mark nach Hamburg gelangt.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 130 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen