: Zoff im VDS um Stellungnahme zu China
Bonn (taz) - Vorläufig eingestellt hat der Sozialistische Hochschulbund (SHB) am Mittwoch abend seine Tätigkeit in den Vereinigten Deutschen Studentenschaften (VDS). Der Grund: eine Auseinandersetzung mit anderen Gruppen im VDS um eine Stellungnahme zu den Ereignissen in China. Auf einem Treffen am Wochenende hatte sich der SHB geweigert, eine Prostestresolution zu unterschreiben, weil er sich - so eine Sprecherin - über die Ereignisse in China noch nicht genügend informiert fühlte. Ein Vertreter der Juso -Hochschulgruppen im VDS interpretiert dies anders: Der SHB hätte gar keine Stellungnahme abgeben wollen, weil er „ideologisch verknöchert und unflexibel“ sei. Auch zur bundesweiten Protestkundgebung gegen die Vorgänge in China am Samstag in Bonn ruft der SHB nicht auf. Er findet die zentrale Demo der Friedensbewegung in Berlin, die ebenfalls für Samstag angekündigt ist, wichtiger.
Stephan Müller
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen