piwik no script img

Zivildienst ab Mai

Berlin (dpa) - DDR-Wehrpflichtige, die im Mai einberufen werden, sollen noch vor den Volkskammerwahlen am 6. Mai ihr Recht auf Zivildienst wahrnehmen können. Darauf einigten sich am Dienstag die Mitglieder des Jugendausschusses der DDR-Volkskammer. Ein Zivildienstgesetz soll jedoch trotz bereits erfolgter erster Lesung im Parlament auf Forderung des runden Tisches nicht vor den Wahlen verabschiedet werden. Bisher konnten junge Leute in der DDR keinen Zivildienst leisten. Es ist vorgesehen, das Verfahren so unbürokratisch zu gestalten, daß eine Erklärung des Antragstellers zu Glaubens- und Gewissensgründen ausreicht. Für den Zivildienst sind bislang 18 Monate vorgesehen, der Wehrdienst soll auf ein Jahr begrenzt werden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen