: Zarte Kritik auf Kuba
Havanna (afp) - Das Zentralkomitee der kubanischen KP hat in einem Sonderplenum personelle Veränderungen zur „Vervollkommnung des politischen und institutionellen Systems“ des Landes beschlosssen. Wie das Parteiorgan 'Granma‘ am Samstag in einem Protokoll der Sitzung berichtete, wurden zwei Mitglieder des Politbüros ab- und vier hinzugewählt. Aus dem Sekretariat der Partei schieden fünf Mitglieder aus, während eines hinzukam. Das ZK kritisierte auch gewisse „formalistische“ Erstarrungen der bisherigen Parteiarbeit. Diese müsse „effizienter“ werden, um die beiden Hauptaufgaben, die wirtschaftliche Entwicklung und die ideologische Formierung der Gesellschaft, bewältigen zu können. Doch würden die Korrekturen autonom und nicht auf Druck von außen vorgenommen, vor allem im Geiste der „Prinzipien des Marxismus-Leninismus“. Ausdrücklich hob das Blatt die „titanische Orientierungsleistung“ hervor, die der „Genosse Castro in der Fülle seiner Reife und seiner Meisterschaft erbringt.“
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen