piwik no script img

Wuppertaler Bühne gegen Golfkrieg

Mit einer Non-stop-Lesung des kompletten Alten und Neuen Testaments und aller Suren des Korans protestiert die Wuppertaler Bühne gegen den Krieg am Golf. Seit vergangenen Mittwoch um sechs Uhr morgens, also pünktlich seit Ablauf des Ultimatums, wechseln sich im Foyer des Schauspielhauses die Mitglieder des Ensembles mit DramaturgInnen, Angestellten und BühnenarbeiterInnen an drei Stehpulten ab. Die Lesung unter der Überschrift „Die Worte Gottes für den Frieden“ soll sich so lange hinziehen, bis sich die Situation am Golf friedlich entspannt hat. Schauspiel-Dramaturg Gerold Theobald, einer der Initiatoren der Aktion, begründet das Engagement: „Dem unkommentierbaren Wahnsinn dieses Krieges kann man nur Texte entgegensetzen, die für jeden der Lesenden die moralisch-ethische Grundlage für ihr Leben bilden.“

Vom Wuppertaler Publikum wird die Lesung, die auch während der regulären Vorstellungen im Schauspielhaus weiterläuft, positiv aufgenommen: Selbst während der Nachtstunden ist das Auditorium voll besetzt.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen