: Wohngruppe
■ Hilfe für sexuell geschädigte Mädchen
Spandau. Das Evangelische Johannesstift in Spandau will eine Wohngruppe für sexuell geschädigte Mädchen schaffen. Das teilte Stiftsvorsteher Pfarrer Hans Adolf Oelker im jetzt vorgelegten Jahresbericht 1990/91 mit. Der Pfarrer bezeichnete den sexuellen Mißbrauch von Kindern als eine Variante der immer mehr zunehmenden Brutalität in der Gesellschaft. Es zeige sich, daß stärker als die Arbeit »heute die Freizeit zum eigentlichen Lebensproblem« werde. »Wir müssen es lernen, in der Freizeit aggressionshemmende Lebensformen zu entwickeln«, sagte Pfarrer Oelker. Die 38 Plätze für Zivildienstleistende im Stift sollen künftig im Rahmen der mobilen sozialen Hilfsdienste um zwölf Plätze erweitert werden, heißt es im Bericht. Bilanzierend wird festgestellt, daß zusammen mit der Arbeitsverwaltung des Senats ein praktisches Jahr im Stift als berufsvorbereitende Maßnahme eingerichtet wurde. 35 Jugendliche sind bereits tätig. Zudem haben Suchtkrankenhelfer ihre Arbeit aufgenommen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen