piwik no script img

Wirtschaft will neues Asylrecht

Arbeitgeberpräsident Hundt sieht sich von zu vielen Illegalen im Land umgeben

BERLIN taz ■ Für Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kamen bisher nicht nur zu wenige, sondern auch die falschen Ausländer nach Deutschland. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der beschäftigten Ausländer konstant geblieben, während die Zahl der Sozialhilfeempfänger gestiegen ist“, sagte Hundt gestern auf dem Deutschen Arbeitgebertag in Berlin.

Vor diesem Hintergrund forderte Hundt eine „geregelte Zuwanderung“ und eine Diskussion über die Änderung des Asylrechts. Er stimme mit Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) überein, dass ein großer Teil der abgelehnten Asylsuchenden mit jahrelangen Anfechtungen die deutschen Sozialsysteme belaste. „Wer geregelte Zuwanderung haben will, muss illegale Zuwanderung unterbinden“, forderte Hundt.

Unionsfraktionsführer Friedrich Merz sprach als Gast zu den versammelten Arbeitgebern. Er konnte seinen Vorstoß zur „deutschen Leitkultur“ unwidersprochen verteidigen. „Wir müssen Maßstäbe der Integration aufstellen“, sagte Merz. Zuwanderer müssten nicht nur die deutsche Sprache beherrschen und die Gesetze einhalten, sondern auch die deutsche Kultur und Geschichte annehmen. RAG

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen