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Wirre Zeiten

Ich möchte Ihnen bei dieser Gelegenheit alles Gute für Ihre Werbekampagne wünschen, nicht zuletzt, damit mir die taz in diesen wirren Zeiten erhalten bleibt.

Das Fehlen einer Identität der alten BRD, nur unzureichend überdeckt durch das Substitut des Ost-West-Gegensatzes, ist durch den bürokratischen Anschluß der ebenso identitätslosen DDR offenkundig geworden. Entsprechend orientierungslos irren Politiker und Untertanen herum, auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis, wobei die sog. Linke keine Ausnahme bildet – an ihr kann die Identitätskrise beispielhaft demonstriert werden. Und da wir alle schon mit der Muttermilch aufgenommen haben, daß man sich im „Gegensatz“ zu etwas definiert, sind wir fleißig dabei, jeder auf seine Weise, uns die „Gegensätze“ zu erschaffen und an sie zu glauben mit einer fanatischen Religiosität, den dazugehörigen Prozessionen, Pilgerfahrten, Opfern, Litaneien und Fanalen. Der gemeinsame Nenner all dieser Bemühungen scheint mir eine abgrundtiefe „Menschenverachtung“, ein Selbsthaß zu sein. Matthias Flender, Stuttgart

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen