piwik no script img

Specht der WocheWir brauchen mehr Sponsoren

Christian Specht, 45, ist politisch engagiert und unter anderem Mitglied im Berliner Rat der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet. Wenn er es zulässt, zeigt die taz sein Bild der Woche.

Mein Bild diese Woche zeigt den jährlichen Berliner Lebenshilfe-Ball, auf dem ich letzte Woche war. Das Motto: „Die Nacht der Lebensfreude‘‘. Und so war es auch. Es gab unterhaltsame Musik von der Reinhard Stockmann Band. Das ist ein bisschen Swingmusik mit Big-Band-Klängen, die viele Leute auf die Tanzfläche gezogen hat. Mich natürlich auch.

Es schien so, als haben alle für einen kurzen Moment den Unterschied zwischen behindert und nicht behindert vergessen. An diesem Abend waren wir alle gleich. Zum ersten Mal fand der Ball nicht in einer Turnhalle statt, sondern im Maritim Hotel. Das hatte aber auch seinen Preis. 40 Euro kostete eine Karte. Ich verstehe, dass es vielen einfach zu teuer ist. Deswegen brauchen wir noch mehr Sponsoren, damit an dieser Veranstaltung so viele Leute wie möglich teilnehmen können. viv

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen