: Wilz: Jäger 90 doch nicht am Start
Bonn (dpa) - Für den Bau des umstrittenen „Jäger 90“ ist dem CDU- Wehrexperten Bernd Wilz zufolge noch keine Vorentscheidung gefallen. Wilz widersprach damit am Dienstag der 'Süddeutschen Zeitung‘, deren Berichten zufolge eine Expertengruppe der Koalition mit Verteidigungsminister Gerhard Stoltenberg (CDU) übereingestimmt habe, daß ein neues Jagdflugzeug vonnöten sei und alles für den Bau des Jäger 90 spräche.
Es stimme nicht, daß die Kommission bereits auf ihrer nächsten Sitzung im März Empfehlungen für die Koalitionsspitzen verabschieden werde. Bis zur Sommerpause solle bloß ein „Ergebnisvorschlag“ an die Koalition und die Fraktionen gehen.
Der Landesvorsitzende der baden-württembergischen FDP, Roland Kohn, wandte sich mit Hinblick auf die Kosten von voraussichtlich 135 Millionen Mark pro Stück gegen einen Bau des Kampfflugzeuges. Der bayerische Finanzminister Georg von Waldenfels forderte dagegen die Aufnahme der Produktion „sowohl aus Gründen der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland als auch wegen der Sicherung von Arbeitsplätzen in der deutschen Luftfahrtindustrie“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen