: Werbungswildwuchs
■ Landesmedienanstalt beschließt „Werberichtlinien“
TV-Anbieter zu begegnen — ein Feinziel auch der Bremer Landesmedienanstalt. Am Mittwoch verabschiedete sie die „Werberichtlinien“, die demnächst bundesweit gelten sollen. Besonders Werbung für Kinder wird geregelt: Werbung darf nicht Kinder veranlassen, ihre Eltern zu bedrängen; und „direkte Kaufaufforderung“ ist auch verboten. Weiter ist künftig in der Regel untersagt, was uns z.B. bei „Columbo“ so ärgert: zwei Werbeunterbrechungen pro Film. Erst 90-Minuten-Filme dürfen zweimal unterbrochen werden; die Werbezeit zählt nicht mit.
Weitere Beschlüsse: Bremerhaven schreibt den Kanal 60 aus, vermutlich bekommt ihn VOX. Und: RTL, dessen Lizenz Ende März ausläuft, bekommt eine Verlängerung. Allerdings nur bis September — wegen „Reality-TV“ und zu viel Gewaltdarstellung. Zufrieden registrieren die Vollstrecker des Rundfunk- Staatsvertrages, daß „Augenzeugen-Video“ und „Notruf“ gerade aus dem Programm verschwinden.
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