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Wenn es gar nicht kalt genug sein kann

Mit den roten, gelben und raschelnden braunen Blättern auf dem Sandstrand und dem klaren Wasser ist die Badestelle am Storkower See zu verlockend. Eine Bank dicht dran gibt es auch. Schwimmsachen und Handtücher haben wir beim Wandern ohnehin immer dabei. Es stören nur die beiden Familien, die karierte Picknickdecken ausgebreitet und gerade den Ball zum Spielen ausgepackt haben.

Nicht, dass wir fremde Blicke scheuen. Aber was, wenn die Kids dann auch unbedingt in den kalten See wollen, die Eltern schimpfen und wir ihren schönen Ausflug crashen?

Storkow (Mark)

9.500 Ein­wohner*innen.

Die brandenburgische Stadt trägt einen Storch im Wappen, mit dem der Name Storkow oft in Verbindung gebracht wird. Vermutlich kommt der aber vom slawischen sturkuowe, was „Weg durch den Sumpf“ bedeutet.

Wir machen einfach schnell, beschließen wir. Schwupps, raus aus den Sachen, ab ins Wasser und eine Runde schwimmen. Als wir wieder rauskommen, steht ein kleiner Kerl schon wartend an unserer Bank. Mist. „Wie kalt ist das Wasser?“, will er wissen. „So 11 Grad“, sage ich. „Ich war nämlich eben auch schon drin“, meint der vielleicht Zehnjährige und läuft wieder zu seinen Leuten. Na toll. Tatsächlich sind es 12 Grad, zeigt der Blick auf unseres Badethermometer. Aber 11 klingt für den Jungen bestimmt cooler, denke ich. Da kommt er auch schon wieder: „11 Grad plus oder minus?“ Beate Willms

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