: Wenn die Maskenpflicht sich dem Ende zuneigt
Hamburg-Neustadt
12.689 Einwohner. Am Jungfernstieg und am Neuen Wall finden sich teure Geschäfte, daneben gibt es aber auch Kulturinstitutionen wie das Metropolis Kino, das alte Filme zeigt.
Bis zur sogenannten Freiheit sind es nur noch ein paar Stunden: An diesem Abend, um Mitternacht, enden auch in Hamburg die Maßnahmen zur Coronabekämpfung. Aber noch ist um mich herum der Anteil von Mund und Nase Bedeckenden hoch. Es wird aber auch ein langer Abend, den wir hier zusammen verbringen: Buchpräsentation plus Gespräch mit dem Autor, dann der Film, Stanley Kubricks „2001“, deutlich über zwei Stunden lang. Und hier im Metropolis Kino muss FFP2 getragen werden, nur „während des Verzehrs“ darf die Maske „kurzfristig abgenommen werden“.
„Wegen mir brauchen Sie die nicht aufzusetzen“, sagt die Frau zwei Plätze weiter mit … ist das ein russischer Akzent? – „Na ja“, antworte ich, „etwas komplizierter ist das doch. Ein so volles Kino, das ist doch für die Warn-App wieder eine einzige Risikobegegnung.“ – „Das Leben“, sagt sie, „ist nun mal Risiko.“
Auf die passende Antwort komme ich erst viel zu spät: Den Astronauten auf der Leinwand wäre so eine FFP2 sehr nützlich gewesen: gegen den mörderischen Bordcomputer, der Lippen lesen kann. Doch, ja: Masken können Leben retten. Alexander Diehl
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