: Wenn die Leute wieder zusammenkommen
Warum der globale Boykott Russlands nix bringt (wegen Indien oder so), wer die undiplomatischsten Diplomaten hat (Deutschland) und was es über das Berliner Bürgeramt zu sagen gibt (Riesenscheiße) –all das wird jetzt wieder im Cafe Vielfalt besprochen, das eigentlich Zur süßen Ecke hieß und im Moment noch keinen Namen hat, jedenfalls steht noch keiner über der Tür.
Ein paar Monate war zu (siehe taz vom 6. 12. 2025). Wegen eklatanter Mieterhöhung musste der alte Standort an der Ecke Pückler-/Wrangelstraße gleich neben der Markthalle 9 geräumt werden. Da kommt jetzt was mit Wellness rein.
Vor ein paar Tagen hat der Chef ein paar Meter die Wrangelstraße runter Richtung Mariannenplatz wieder aufgemacht. Endlich.
Berlin-Kreuzberg
151.400 Einwohner*innen.
Die Gegend in dem Ortsteil zwischen Markthalle 9 und Mariannenplatz ist immer noch sehr vielfältig, von der türkisch dominierten Waldemarstraße bis zu den schwäbischstämmigen Bürgerfamilien am autofreien Lausitzer Platz.
Noch sind nicht alle zurück, die dieses „Wohnzimmer der Gesellschaft“ ausmachen, in dem eine Nachbarschaft der Verschiedenen zusammenkommt. In der Frühschicht fehlen noch welche aus der türkischstämmigen Mütter-Gang und ein paar Mettwurstbrötchen-Blaukittelträger, aber Daniela arbeitet wieder hinter der Theke, und auch der stets traurig aussehende Rentner sitzt wieder vor seinem Kaffee und schweigt vor sich hin. Peter Unfried
Die Engagierten stärken
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