: Wenn Pünktlichkeit endlich mal belohnt wird
Berlin-Prenzlauer Berg
165.364 Einwohner:innen und ein Sportverein, in dem unser taz-Schülerpraktikant Joshua Fattah zweimal wöchentlich Fußballtrainings gibt.
Ich sprinte zur Tram, um noch pünktlich zu kommen. Ich bin Jugendtrainer und spiele Fußball beim SV Pfeffersport in Berlin-Prenzlauer Berg. Zusammen mit einen Schulfreud trainiere ich als Co-Trainer eine F-Jugend. Die Kids sind zwischen 7 und 8 Jahre alt. Und es ist leider selten, dass ich pünktlich um 16 Uhr in der Halle bin. Denn ich gehe auf eine Ganztagsschule, und dort habe ich erst um 16 Uhr Schluss. Das ist natürlich mit allen so abgesprochen und auch kein Problem. Doch es wäre einfach schöner, heute einmal pünktlich zu sein, da ich dank meines Praktikums bei der taz etwas früher Schluss habe als sonst.
Als ich aus der Tram aussteige, bleiben mir noch 6 Minuten. Die untere Hallentür ist zu. Schnell zum Hauptaufgang. Fast perfekt komme ich an. Ein Frechdachs freut sich so über meine Ankunft, dass er mit weit geöffneten Armen zu mir rennt, um mich zu begrüßen, obwohl sein Team noch mitten im Aufwärmspiel ist. „Ich freue mich auch, dich zu sehen“, sage ich. „Aber jetzt spiel schnell weiter, sonst verliert dein Team noch!“
So eine freundliche Begrüßung erlebe ich selten – ich nehme es als Belohnung für meine seltene Pünktlichkeit. Joshua Fattah
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