: Weltkirchenrat: Shell boykottieren!
Genf (taz) - Der Weltkirchenrat (WKR) hat am Montag zum Boykott aller Produkte des Shell-Konzerns aufgerufen, weil das Unternehmen in Südafrika Geschäfte macht. WRK -Generalsekretär Emilio Castro erklärte, der Aufruf solle helfen, „die wirtschaftliche Isolation Südafrikas zu unterstützen“. Christen sollten die Shell-Tankstellen künftig meiden. Eine der größten der insgesamt 306 Mitgliedskirchen des Weltkirchenrats ist die Evangelische Kirche in Deutschland. Sie hat WRK-Aufrufe zu konkreten Aktionen gegen das Apartheidregime und zur Solidarität mit den Befreiungsbewegungen in der Vergangenheit gar nicht oder nur sehr zurückhaltend umgesetzt.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen