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Weitreichende Alternative

■ Alternativsender Radio100 hat seine Hörer zählen lassen Was fehlt, ist - neben Gehältern - Sendezeit

„Wir sind kein Orchideensender!“ stellte Geschäftsführer Thomas Thimme von Radio100 gestern auf einer Pressekonferenz zufrieden fest. Eine repäsentative Emnid-Umfrage habe für den Alternativsender erstaunlich gute Ergebnisse gebracht. Befragt worden sind nur wahlberechtigte BerlinerInnen, und von denen antworteten immerhin 4,3%, daß sie Radio100 täglich oder fast täglich hören. Das seien fast 66.000 „StammhörerInnen“, wurde stolz verkündet. 7,8% hören den Potsdamerstraßen-Funk mehrmals wöchentlich, und das sei mehr, als man erwartet habe. Prophezeihungen, der „Chaotenfunk“ werde sich bald selbst erledigen, seien mithin keineswegs eingetroffen. Im Gegenteil: Weder über einen Mangel an Themen noch über einen Mangel an Werbeaufträgen könne man sich beklaagen. Was fehlt, ist - neben den Gehältern für die Alternativfunker - Sendezeit.

Eine Ausweitung des Programms sei dringend nötig. „Wir wollen 24 Stunden täglich senden, und zwar auf unserer jetzigen Frequenz, 103,4. Diese Frequenz wollen wir auf jeden Fall behalten, weil sie auch eine ganz gute technische Reichweite hat, und wir machen ja auch Sendungen für die DDR.“ 45% aller HörerInnen seien sowohl jung (30 Jahre), als auch gebildet (mit Abitur). Das sei eine Zielgruppe, die kein anderer Berliner Sender „so kompakt“ erreichen würde.

gebo

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