piwik no script img

Was fehlt …… das „ntebellum“

Die US-Countryband Lady Antebellum benennt sich um, weil ihr Bandname an die Zeit der Sklaverei erinnert. Künftig lautet ihr Name Lady A, teilten die Musiker am Donnerstag in verschiedenen Onlinediensten mit. Sie seien „beschämt“, weil sie den Bezug des Namens zur Sklaverei nicht früher berücksichtigt hätten.

Der Begriff „ante bellum“ stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet generell die Periode vor einem Krieg. Im US-Sprachgebrauch wird damit häufig auf die Südstaaten vor dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 verwiesen. In dem Krieg hatte die Südstaaten-Konföderation vergeblich für den Fortbestand der Sklaverei gekämpft.

Die vor 14 Jahren gegründete Band bat für „den Schmerz“, den der Name verursacht habe, um Entschuldigung. Es sei nie ihre Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, erklärten die Grammy-Gewinner. Die Idee zu dem Namen sei ursprünglich entstanden, da sie ihre ersten Bandfotos in einem Haus im Antebellum-Architekturstil gemacht hatten. (dpa)

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

0 Kommentare