Was fehlt …

… die Anti-GroKo-Neugenoss*innen

Tja, da ist er fast wieder Geschichte – der große Mitgliederzuwachs der SPD vor dem GroKo-Votum im Spätwinter. Seit der Entscheidung über das Eintreten in die neue große Koalition hat die Partei laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung 13. 853 Mitglieder verloren – zuvor waren seit Jahresbeginn 24.339 Menschen neu in die SPD eingetreten. Am Mitgliederentscheid durften noch 463.723 Genoss*innen teilnehmen. Bis Ende Juni schrumpfte die Mitgliederzahl dem Zeitungsbericht zufolge wieder auf 449 870. In der Entwicklung sind allerdings auch Sterbefälle enthalten.

Vor dem Mitgliedervotum hatten die GroKo-Gegner um den Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert dazu aufgerufen, in die SPD einzutreten, um zu verhindern, dass die Partei erneut eine Regierung mit CDU und CSU bildet.

Ein Parteisprecher sagte der Zeitung, unter dem Strich gebe es seit Jahresbeginn aber immer noch eine positive Entwicklung mit einem Plus von 6.700 Mitgliedern. Damit setze sich der Wachstumstrend fort: Schon 2017 habe die SPD ein Plus von 10.000 Mitgliedern verzeichnet. Und irgendwann in nicht so ferner Zukunft kann dann wohl vermeldet werden, dass die Zahl der Parteibuchbesitzer*innen nun deckungsgleich mit der der SPD-Wähler*innen sei. (taz/dpa)