Was fehlt …: … die Friedel 54
Am Donnerstagmorgen wurde der Kiezladen „Friedel 54“ in Berlin-Neukölln polizeilich geräumt. Eine luxemburgische Briefkastenfirma hatte das Objekt erworben und sah in dem linken Projekt ein nun im Wortsinne ausgeräumtes Renditehindernis.
Nach dem recht robusten Einsatz der Berliner Polizei gegen ein lokales Projekt und im Interesse der Immobilienspekulation in einem Gentrifizierungskiez ist die Kernfrage der Linkspartei aus dem Wahlkampf zum Abgeordnetenhaus im vergangenen Jahr wohl fürs erste beantwortet: „Wem gehört die Stadt?“ – Tja, einfach mal da nachschauen, wo die soziale Ungerechtigkeit unserer Gesellschaft seit Generation fest- und fortgeschrieben wird: im Grundbuch. (krt)
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