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Warnstreik gegen Fremdenhaß

■ Aufruf von Gewerkschaftern zum 29.Januar

Berlin (AFP) – Mit einer bundesweiten Arbeitsniederlegung von 15 Minuten wollen am 29.Januar Gewerkschafter und Betriebsräte gegen Ausländerhaß und Intoleranz protestieren. Für die Aktion am Vorabend des 60. Jahrestags der Machtübernahme durch Adolf Hitler wird mit Kettenbriefen an Unternehmen und Belegschaften geworben. Wie Klaus Leuchtmann vom Initiatorenkreis am Dienstag in Berlin mitteilte, sei die Resonanz „ausgesprochen positiv“.

Der Berliner Landesvorsitzende der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Hartmut Friedrich, sprach sich für die Aktion aus und regte einen gemeinsamen Aufruf von Arbeitgebern und Gewerkschaften an.

Im Schreiben an den Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU), den DGB-Landesverband, die Industrie- und Handelskammer sowie die Arbeitgeberverbände plädierte der DAG-Chef für einen „gemeinsamen Aufruf in allen Berliner Betrieben und Verwaltungen“. Erhofft werde auch die Unterstützung von Arbeitgeberverbänden, sagte Leuchtmann. In den Kettenbriefen werden alle Beschäftigten dazu aufgerufen, am letzten Freitag im Januar von 10.00 bis 10.15 Uhr die Arbeit ruhen zu lassen und der „Greueltaten der Nazidiktatur“ zu gedenken. „Der Generalstreik der deutschen Gewerkschaftsbewegung fand 1933 nicht statt. Heute gilt es zu beweisen, daß wir aus der Geschichte gelernt haben“, heißt es.

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