■ Wann werden welche Tarife gekündigt?: Lohnrunde Frühjahr 95
In folgenden Branchen werden die Lohn- und Entgelttarifverträge verhandelt (Auswahl):
Metallindustrie (West)
Beschäftigte: 3,4 Millionen
Laufzeit des Tarifvertrages: bis 31. Dezember 1994
Verhandlungsstand: in dieser Woche Fortführung der regionalen Verhandlungen
Forderung: bis zu sechs Prozent, Einmalzahlung für untere Lohngruppen
Abschluß 1994: zwei Prozent, fünf Leermonate, Beschränkungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Tarifvertrag zu beschäftigungssichernden flexiblen Arbeitszeiten.
Chemieindustrie (West)
Beschäftigte: 700.000
Laufzeit: bis 31. Januar beziehungsweise 28. Februar
Verhandlungsbeginn: am 20. Januar im Bezirk Hessen
Forderung: sechs Prozent
Abschluß 1994: zwei Prozent, drei Leermonate, Beschränkung bei Jahresleistungen, Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung und teilweise abgesenkten Einstiegstarifen.
Öffentlicher Dienst (West)
Beschäftigte: 2,5 Millionen
Laufzeit: bis 31. März
Forderung: wird am 16. März bekanntgegeben
Verhandlungsbeginn: voraussichtlich Ende März
Abschluß 1994: zwei Prozent, ab Juli für untere Tarifgruppen, ab September für höhere. Weihnachtsgeld für drei Jahre eingefroren.
Bauhauptgewerbe (West)
Beschäftigte: eine Million
Laufzeit: bis 31. März
Forderung: wird am 26. Januar bekanntgegeben
Abschluß 1994: 2,4 Prozent.
Bauhauptgewerbe (Ost)
Beschäftigte: 340.000
Laufzeit: bis 31. März
Forderung: wird noch bekanntgegeben.
Außerdem enden bis zum März 1995 im Westen unter anderem die Tarifverträge für die Banken, den Einzelhandel und den Groß- und Außenhandel.
(Quelle: WSI-Tarifarchiv)
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen