■ Angola: Waffenstillstand
Luanda/New York (AP/ AFP) – In Angola ist gestern mittag ein Waffenstillstand in Kraft getreten, der den am Sonntag unterzeichneten Friedensvertrag besiegeln soll. Über Radio wurde zu der Waffenruhe aufgerufen, die nach Militärangaben seit 13 Uhr galt.
Vertreter der angolanischen Regierung und der Rebellenorganisation Unita warfen sich jedoch gegenseitig vor, das Friedensabkommen durch anhaltende militärische Übergriffe zu gefährden. Die Vorwürfe wurden von unabhängiger Seite zunächst nicht bestätigt. Die Vereinten Nationen hatten am Montag abend in New York an die angolanischen Bürgerkriegsparteien appelliert, den Friedensvertrag einzuhalten.
In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen wurde außerdem die Bereitschaft bekräftigt, die UN- Mission in Angola aufzustocken, wenn der Waffenstillstand eingehalten werde. UN-Generalsekretär Butros Ghali sagte, es müsse sofort gehandelt werden, um den Friedensvertrag zu verwirklichen.
Wenn die Feuerpause hält, sollen 7.000 Blauhelmsoldaten aus Südafrika, Sambia und Simbabwe nach Angola entsandt werden.
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