Waffenhersteller Sig Sauer

Weniger Wummen vom Band

Beim Waffenhersteller Sig Sauer in Eckernförde hat die Geschäftsführung Kurzarbeit verordnet. Denn die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt in zwei Fällen.

Hier wird nun weniger produziert: Sig Sauer in Eckernförde. Bild: dpa

ECKERNFÖRDE dpa | Die wirtschaftlichen Perspektiven des möglicherweise in illegale Waffenlieferungen verwickelten Waffenherstellers Sig Sauer sind weiter ungewiss. „Wir sind in Kurzarbeit“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rolf Rohde am Mittwoch. Nur noch in wenigen Bereichen werde im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet.

Die Entscheidung zur Kurzarbeit für die 140 Beschäftigten habe die Geschäftsführung in eigenem Risiko getroffen, sagte Rohde. Unterstützung der Agentur für Arbeit gebe es bislang nicht. „Wir vermuten, dass eventuell bis Ende der Woche eine Entscheidung darüber fällt.“ Zuvor hatte der Radiosender NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Unternehmen wegen einer Pistolenlieferung an die Präsidentengarde in Kasachstan. Diese soll 2010 über die USA abgewickelt worden sein, obwohl keine Genehmigung vorlag.

Außerdem wird gegen Sig Sauer wegen einer möglicherweise illegalen Pistolenlieferung nach Kolumbien ermittelt. Auch diese soll über die USA abgewickelt worden sein, obwohl keine Genehmigung für das Waffengeschäft vorlag. Die Polizei hatte kürzlich auch die Privathäuser der Eigentümer durchsucht.

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