■ WAHLEN: Große Gewinne für die Rechtsradikalen bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg
Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Schleswig- Holstein zeichnete sich gestern Abend ein Erdrutschsieg für die Rechtsradikalen ab. Nach den ersten Trendmeldungen wurden für die Republikaner in Baden-Württemberg glatte 10 Prozent prognostiziert. Für die DVU in Schleswig-Holstein 5,5 Prozent. Erwin Teufes CDU erreichte nur noch etwa 40 Prozent, die absolute Mehrheit ist damit dahin. Die SPD stagniert bei etwa 30 Prozent. Die Grünen erreichten rund 9 Prozent. In Schleswig-Holstein wurden für Björn Engholm rund 48 Prozent prognostiziert, die absolute Mehrheit steht damit auf der Kippe. Die CDU verharrt dort auf niedrigem Niveau (33,5 Prozent). FDP und Grüne stehen mit jeweils rund 5 Prozent am Rande des Aus.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen