: Vormünder gesucht
Kirche sucht Vorbilder für junge Flüchtlinge
Mit der Aktion „Willst Du mein Vorbild sein?“ sucht die Nordelbische Kirche Vormünder für Flüchtlingskinder. Etwa 800 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben in Hamburg. Die meist 12- bis 18-Jährigen kommen allein, ohne Papiere und haben keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Bis zur Volljährigkeit erhalten sie zwar gesetzliche Vormünder, „doch die haben meist im Monat nur fünf Minuten Zeit für sie“, berichtet Fanny Dethloff, Flüchtlingsbeauftragte für Nordelbien.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Kinder von den Behörden oft älter geschätzt werden als sie sind – und sich selber um ihren Asylantrag kümmern müssen, sobald sie als 16-Jährige gelten. Die Kirche sucht Menschen, die den Jugendlichen aus Westafrika, Osteuropa und anderen Ländern neben der gesetzlichen Vormundschaft auch menschliche Wärme geben und sie bei Ausbildung und Behördengängen unterstützen. juh
Infos: ☎ 8797 1617 oder www. kinderschutzbund-hamburg.de
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen