■ Vorlauf: „Sachsenhausen“
Eisschränke spielen bei dieser Filmgeschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Im Kühlfach von Walter Krieg und Dieter Vervurrt finden sich noch ein paar alte Rollen Umkehrfilm, als der ehemalige Häftling des KZs Sachsenhausen, Wolfgang Szepansky, die beiden Filmemacher im Dezember 1991 informiert, daß in der Ex-Kommandozentrale des Lagers eine Finanzbehörde einziehen soll. Spontan holt man das Material aus dem Eisschrank und dreht den Einzug der Behörde. Immer größer wird im Laufe der Zeit das Thema „Sachsenhausen“. Denn es kommt die Zeit der Brandanschläge; auch die „Jüdische Baracke“ fällt im Herbst 1992 den Flammen zum Opfer. Aus aktuellem Anlaß kauft der SFB die Doku, legt den Film bald aber selbst auf Eis. Es fehle der einordnende Kommentar, moniert die Redaktion Fernsehspiel, man wolle keine „SFB-Abendschau“, entgegnen die Filmemacher. Heute endlich, fast 2 Jahre zu spät, zeigt der SFB die Originalfassung um 22.15 Uhr auf B1.
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