: Viele Tote nach Erdbeben in Mittelitalien
Katastrophe Beben trifft abgelegene Bergregion. Mehrere Dörfer sind in großen Teilen zerstört, mindestens 73 Menschen sterben
rtr/taz | Bei einem schweren Erdbeben in Mittelitalien sind mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. In der Bergregion wurden am Mittwoch noch etliche Menschen unter den Trümmern vermisst, Tausende verloren ihr Dach über dem Kopf. „Drei Viertel der Stadt sind nicht mehr da“, beschrieb der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, die Verwüstung. Auch das Krankenhaus wurde schwer beschädigt, Patienten wurden auf die Straße gebracht. Die Bewohner gruben mit bloßen Händen im Schutt nach Verschütteten, bevor die ersten Rettungskräfte eintrafen. Ministerpräsident Matteo Renzo mobilisierte die Armee mit schwerem Gerät. Die italienische Zivilschutzbehörde erklärte, die Menschen in den zerstörten Orten würden in andere Teile Mittelitaliens gebracht oder vor Ort in Zelten untergebracht. Allein in Accumoli gingen die Behörden von 2.500 Obdachlosen aus. Als Soforthilfe stellte die Regierung 235 Millionen Euro bereit. In Rom verkürzte Papst Franziskus seine Audienz, um zu beten.
▶Schwerpunkt
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen