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Vertrauen in Lehe

Kunst Die Leipziger Künstlerin Geeske Janßen hat mit BremerhavenerInnen über Vertrauen gesprochen und die Interviews zum Nachhören aufbereitet

Unter dem Titel „Trust me“ startet die evangelische Kulturkirche in Bremerhaven an diesem Sonntag ein Kunstprojekt zum Thema Vertrauen. Im Zentrum stehen Interviews der Leipziger Medienkünstlerin Geeske Janßen, die mit Bürgern aus dem Stadtteil Lehe darüber gesprochen hat, was sie darüber denken.

Die Gespräche können bis zum 7. September an elf Hör­stationen verfolgt werden, vier davon unter freiem Himmel. Bei allen Gesprächen sei deutlich geworden, dass ohne Vertrauen keine Gesellschaft funktionieren könne, sagte Janßen am Donnerstag.

Die Interviews hat die Künstlerin etwa an einem Taxistand, in einem Waschsalon, in einem Imbiss und im Stadtpark aufgenommen. Dort sind sie nun auch zu hören. Oft kam dabei heraus, dass Menschen kaum noch jemandem anders trauen als sich selbst. Dann wieder werden Familienmitglieder und enge Freunde als diejenigen genannt, denen man am ehesten vertraut. „Vertrauen ist ein hohes Gut, das in vielerlei Hinsicht missbraucht oder auch geschenkt werden kann“, sagte Kulturpastorin Andrea Schridde.

Nach einem Eröffnungsgottesdienst sind mehrere geführte Rundgänge zu den Hörstationen geplant. Kooperationspartner sind die örtliche Volkshochschule, der Bürgerfunk Radio Weser.TV, die Lebenshilfe mit ihrem „Kulturhaven“ und das „media lab nord“ der Bremischen Landesmedienanstalt.

Geeske Janßen wurde in Varel geboren und stammt aus einem Pfarrhaus. Nach Studien in Braunschweig und Leipzig gewann sie 2014 mit einer Videoarbeit den ersten Platz des Medienkunstpreises Horb am Neckar. 2015 wurde sie mit dem Förderpreis für Fotografie der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg ausgezeichnet. Vergangenes Jahr inszenierte sie in einem „Audiowalk“ in der historischen Bremer Liebfrauenkirche private Glaubensgeschichten und Meinungen darüber, was sich Menschen unter Gott vorstellen. (epd)

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