■ Vertragsarbeiter: Gegen Abschiebung
Rostock (dpa) – Als „unverständlichen Willkürakt“ werten WissenschaftlerInnen und StudentInnen der Rostocker Universität den Versuch der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, die vietnamesischen, angolanischen und mosambikanischen BürgerInnen abzuschieben. Dies stehe „in krassem Widerspruch zur Haltung der Kommunen im Lande, die sich ausdrücklich für ein Bleiberecht ausgesprochen haben“, betonte der StudentInnenrat der Alma mater in einer Erklärung. Ebenfalls in Rostock haben sich VietnamesInnen, deren Wohnungen im August im Stadtteil Lichtenhagen von Rechtsradikalen angegriffen worden waren, am Wochenende mit Rostocker BürgerInnen zu einer vorweihnachtlichen Feier getroffen. Damit wollten die VertragsarbeiterInnen für die Hilfe und Unterstützung nach den Krawallen danken.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen