: Vermittler in Peru bitten um Hilfe
■ Geiselnehmer offenbar zur Ausreise nach Kuba bereit
Lima/ Tokio – Zur Beendigung der Geiselkrise in Lima sollen anscheinend neue Wege beschritten werden. Nach einem zweistündigen Treffen mit den Geiselnehmern der linksgerichteten Revolutionären Bewegung Tupac Amaru (MRTA) forderte die Gewährskommission am Samstag überraschend, die internationale Gemeinschaft solle sich in die Bemühungen um ein Ende der Geiselnahme einschalten. Die Forderung trug der peruanische Erzbischof Juan Luis Cipriani vor Journalisten in Lima vor. Cipriani gehört als Beauftragter des Vatikans der Gewährskommission an. Direkte Gespräche zwischen Regierung und MRTA-Rebellen hatten zuletzt am 12. März stattgefunden. Die japanische Tageszeitung Mainichi Shimbun berichtete unter Berufung auf peruanische Regierungskreise, die Geiselnehmer seien mittlerweile bereit, nach Kuba auszureisen. Strittig sei jedoch weiterhin die Forderung der Kidnapper, etwa 440 inhaftierte Gesinnungsgenossen freizulassen.
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