: Verluste einfach auslagern
■ Französische Regierung legt Plan für Crédit Lyonnais vor
Paris (AFP/dpa) – Für gestern abend kündigte die französische Regierung die Vorstellung eines Sanierungskonzepts für die staatliche Bank Credit Lyonnais an. Vorab kursierten Informationen, daß die Gründung eines Tochterunternehmens geplant sei, das die faulen Kredite und Beteiligungen von insgesamt 130 Milliarden Franc (knapp 40 Mrd. DM) von der Mutterbank übernehmen soll; der Staat will als Garant auftreten.
Die Verluste der größten Bank Europas sollen für 1994 mit zwölf Milliarden Franc (3,6 Mrd. DM) angegeben werden, verlautete gestern. Wirtschaftsminister Edmond Alphandéry hatte den Gesamtfehlbetrag mit 50 Milliarden Franc (15 Mrd. DM) beziffert. Schuld seien jahrelange Fehlspekulationen; Alphandéry sprach auch von Veruntreuung. Gegen die geplanten staatlichen Hilfen für die Bank, die auf der Privatisierungsliste der Pariser Regierung steht, haben mehrere französische Banken wegen Wettbewerbsverzerrung Protest bei der EU-Kommission eingelegt. Die EU will am 29. März über die Zulässigkeit der Hilfen entscheiden.
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