: Verfassungsgebung in Namibia
Johannesburg (taz) - Die verfassungsgebende Versammlung in Namibia, die in den ersten freien Wahlen des Landes gewählt wurde, ist am Dienstag zum ersten Mal zusammengetreten. Die südwestafrikanische Volksorganisation Swapo überraschte andere Parteien, als sie die Verabschiedung der 1982 von westlichen Ländern und der UNO ausgearbeiteten Verfassungsgrundlagen als Ausgangspunkt für die Diskussionen der Versammlung vorschlug. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Verfassungsgrundlagen sehen eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Beispiel vor und garantieren individuelle Menschenrechte. Die Unabhängigkeit Namibias wird spätestens für den 1. April nächsten Jahres erwartet. „Ich erwarte nicht, daß wir hier Monate und Jahre sitzen und den Unabhängigkeitsprozeß verzögern werden“, meinte DTA-Vorsitzender Dirk Mudge. Die letzte Kolonie Afrikas könnte schon Ende Januar unabhängig sein.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen