: Unterm Strich
Die russische Regierung hat gestern davor gewarnt, daß das vom Parlament geplante „Beutekunst“-Gesetz zu ernsthaften außenpolitischen Problemen für Rußland führen könnte. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des Pressedienstes der Regierung hervor. Der Föderationsrat, die zweite Kammer, will heute über das Gesetz abstimmen, mit dem die sogenannte „Beutekunst“ aus dem Zweiten Weltkrieg zum Eigentum Rußlands erklärt wird. Dieses Gesetz löse nicht die Probleme im Zusammenhang mit den umstrittenen Kunstgütern, sondern „schafft für Rußland einen ganzen Komplex neuer, noch schwierigerer Probleme“, heißt es in der Regierungserklärung.
Deutschland beansprucht die Rückgabe der im Zuge des Zweiten Weltkriegs in die Sowjetunion verbrachten Kulturgüter, zu denen unter anderem wertvolle Gemäldesammlungen und der Goldschatz des Priamos gehören.
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