: Ungastliches Deutschland
■ Abschiebung eines Flüchtlings endete tödlich
Berlin (taz) — Ein im Februar von den baden-württembergischen Behörden abgeschobener Asylbewerber ist in Jugoslawien von der Polizei totgeprügelt worden. Das Innenministerium in Stuttgart erklärte lakonisch sein „Bedauern“ über den Tod des 31jährigen Flüchtlings, das Auwärtige Amt werde den Fall überprüfen. Noch am selben Tag ließ Baden-Württemberg eine Gruppe von Roma nach Jugoslawien abschieben, die in der Tübinger Stiftskirche Schutz gesucht hatte.
Im brandenburgischen Eisenhüttenstadt haben am Montag 100 Jugendliche eine Wagenkolonne französischer Roma angegriffen. Berichte auf SEITE 6
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen