Unfall auf Baustelle in China: Dutzende Tote nach Gerüsteinsturz

Eisenrohre und Stahlträger fielen auf die Arbeiter: Nach dem Einsturz eines Gerüsts im chinesischen Fengcheng steigt die Zahl der Toten weiter.

Männer in orange- und dunkelfarbenen Anzügen auf einer Baustelle

Rettungskräfte am Donnerstag in Fengcheng Foto: dpa

PEKING ap | Nach dem Einsturz eines Baugerüsts im Osten Chinas ist die Zahl der Getöteten auf 74 gestiegen. Wie die chinesischen Staatsmedien am Freitag berichteten, handelt es sich um den schlimmsten Arbeitsunfall im Land seit mehr als zwei Jahren. Rund 500 Rettungskräfte waren am Unglücksort in der Stadt Fengcheng in der Provinz Jiangxi im Einsatz, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete.

Die Behörden nahmen nach eigenen Angaben 13 Personen fest. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Baufirma Hebei Yineng, die auf Kraftwerksbauten spezialisiert ist.

Das Unglück ereignete sich nach Behördenangaben am Donnerstagmorgen, als bei Bauarbeiten an einem Kühlturm eines Kraftwerks eine Arbeitsplattform einstürzte, wie ein Vertreter der örtlichen Behörde für Arbeitssicherheit erklärte.

Eisenrohre, Stahlträger und Holzbretter fielen nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua auf die Arbeiter hinab. Staatliche Medien berichteten, das Gerüst sei während des Schichtwechsels zusammengebrochen, als besonders viele Arbeiter auf der Baustelle waren.

Staatspräsident Xi Jinping rief die zuständige Lokalverwaltung auf, aus dem Unfall zu lernen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

In China ist es in den vergangenen Jahren zu mehreren schweren Arbeitsunfällen gekommen. Für sie werden die schwache Regulierungsaufsicht, systematische Korruption und Produktionsdruck verantwortlich gemacht.

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