piwik no script img

„Und dann war Ruhe“

■ CSUler will Wohnung Karadžićs bombardieren

Treuchtlingen (AP) — Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Ingo Friedrich hat die Nato aufgefordert, in einer Art Vergeltungsschlag die Wohnung des bosnischen Serbenführers Radovan Karadžić zu bombardieren. Der Westen müsse „mehr Mut haben und darf nicht immer zurückstecken“, sagte der Vorsitzende der CSU- Abgeordneten im Europaparlament bei einer CSU-Kreisversammlung am Freitag abend in Treuchtlingen weiter. Die Nato- Truppen und die UN sollten sich ein Beispiel am früheren amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan nehmen. Dieser habe bei einer Auseinandersetzung mit dem libyschen Staatschef Gaddafi dessen „Zelt in der Wüste angreifen lassen, und dann war Ruhe“.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen