: Umwelt schafft Arbeit
■ Standort gewinnt durch Umweltschutz
Bonn (AFP) – Trotz der Wirtschaftsflaute muß nach den Worten von Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) der Umweltschutz noch weiter ausgebaut werden. Durch die Umweltschutzpolitik sei der Standort Deutschland in den vergangenen Jahren attraktiver geworden. Der Minister stellte gestern eine Studie „Umweltschutz und Industriestandort“ der Forschungsinstitute RWI und DIW vor.
Danach machten die Aufwendungen für Umweltschutz des produzierenden Gewerbes, gemessen am Produktionswert, im Jahr 1989 nur 0,7 Prozent aus. Auch in umweltintensiven Branchen seien die Anteile der Umweltkosten gering: Energie und Bergbau 2,6 Prozent, Chemie 1,9 Prozent. Demgegenüber hätten die Arbeitskosten einen Anteil von bis zu 39 Prozent.
Der Minister sagte weiter, der Umweltschutz führe durch technische Entwicklungen zu betrieblichen Kostensenkungen. Das Marktvolumen für Umweltschutzgüter werde derzeit in Deutschland auf 40 Milliarden Mark pro Jahr geschätzt. Die Erfolge der deutschen Anbieter von Umweltschutzgütern und Dienstleistungen zeigten sich auch auf dem Arbeitsmarkt. Das DIW hat die Zahl von 635.000 Umweltschutz-Beschäftigten berechnet.
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