: Uluru: Die Natur schlägt zurück
Darwin (AFP/taz) – Immer mehr Touristen, die sich einen Stein des Uluru-Bergs in Australien als Andenken mitgenommen hatten, senden das Souvenir wieder an den Fundort zurück. Der Grund: Auf den Steinen des Berges lastet ihrer Meinung nach ein Fluch, der Unglück bringt. Allein am Dienstag habe er zwölf Postpakete mit Steinen erhalten, berichtet der Leiter des Uluru-Nationalparks, Ian Irvine. Den meisten Paketen lägen anonyme Briefe bei, in denen unglückliche Finder bitten, das Felsstück wieder an seinen Fundort zurückzulegen. Eine Australierin schreibt, sie hätte durch den Stein Diabetes bekommen und eine Fehlgeburt gehabt. Ein aus USA eingetroffener Stein hat dem Besitzer nach dessen Worten eine schlimme Krankheit eingebracht. Die Ureinwohner selbst besteigen den für sie heiligen Berg nie und sind besorgt darüber, daß das Heiligtum durch den Ansturm der Touristen zerstört wird.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen