: UNO wirft Taliban Massaker vor
NEW YORK/ISLAMABAD dpa ■ Die Vereinten Nationen haben den in Afghanistan herrschenden Taliban ein Massaker an mehr als hundert Zivilisten vorgeworfen. Es soll im Dezember in Zentralafghanistan von örtlichen Taliban-Milizen verübt worden sein. UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte die radikal-islamischen Taliban auf, „glaubwürdigen Berichten“ über den Massenmord nachzugehen und die Verantwortlichen zu bestrafen. Taliban-Führer Mullah Mohammad Omar wies die Beschuldigungen als Ablenkungsversuch zurück. Das berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP gestern. Die UN hatten am Freitag ein Waffenembargo gegen Afghanistan verhängt und damit die Sanktionen verschärft, mit denen die Auslieferung des mutmaßlichen Terror-Drahtziehers Ussama Bin Laden erzwungen werden soll. Am selben Tag trat Annan mit den Berichten über das Massaker an die Öffentlichkeit. Die Taliban-Miliz hatte die Zivilbevölkerung der Stadt beschuldigt, ihren Gegner Ahmed Schah Massud und dessen Milizen zu unterstützen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen