■ UNHCR-FLÜCHTLINGSKONFERENZ: Europa läßt bosnische Flüchtlinge im Stich
Genf (taz) — Deutschland ist bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen innerhalb der EG völlig isoliert. Trotz eines eindringlichen Appells der UNO ist keiner der EG-Staaten bereit, bosnische Flüchtlinge aufzunehmen. Erste Priorität habe die heimatnahe Unterbringung der Geflohenen, hieß es bei der UN-Flüchtlingskonferenz in Genf. Unterstützung für Bonns Forderung nach Aufnahmekontingenten signalisierten nur Österreich und die Schweiz. Die Bundesrepublik wird sofort weitere 5.000 bosnische Flüchtlinge aufnehmen. Begründet wurde diese Initiative mit der „außerordentlich großen“ Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerung. SEITEN 3 UND 10
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen