: Türkische Frauen organisieren sich
Berlin. Trotz Lichterketten und Sonntagsreden hat die Ausländerfeindlichkeit nach Ansicht der Frauen der Türkischen Gemeinde weiter zugenommen. Daher sei nun eine eigene Frauenorganisation gegründet worden. Diskriminierung am Arbeitsplatz, Angst vor Entlassungen, Hilflosigkeit bei Polizeiwillkür und Chancenungleichheit hätten den Zusammenschluß nötig gemacht. Viele Türkinnen seien von Massenentlassungen betroffen und könnten sich aus Unkenntnis ihrer Rechte nicht wehren. DIe Frauengruppe will solche Fälle künftig dokumentieren und den Betroffenen helfen. Die Frauen protestieren außerdem gegen das Bild der türkischen Frau in der Öffentlichkeit. Meldungen über Zwang und Unterdrückung durch Tradition und Religion dominierten die Berichterstattung. Dabei werde zumeist die ausgesprochen starke Position der Frau innerhalb der Familie vergessen, hieß es.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen