piwik no script img

■ TürkeiJournalist ermordet

Ankara (AP) – Wie die Behörden gestern mitteilten, wurde bei der Stadt Sivrice in der südosttürkischen Provinz Elazig die Leiche des Journalisten Ferhat Tepe gefunden. Der Tote, der erwürgt wurde, sei bereits in der vergangenen Woche entdeckt, doch erst jetzt von Familienangehörigen identifiziert worden. Tepe, der für die linksorientierte prokurdische Tageszeitung Özgür Gündem arbeitete, ist der sechste Journalist dieser Zeitung, der seit deren Erscheinen im Mai 1992 umgebracht wurde. Seit Februar 1992 sind im Südosten der Türkei insgesamt 14 Journalisten ermordet worden. Der Taten verdächtigt werden sowohl moslemische Fundamentalisten als auch staatliche Sicherheitskräfte.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen