piwik no script img

Tschernobyls Folgen

■ Urania zeigt Ausstellung über die Folgen der Atomkatastrophe

Eine Ausstellung „Tschernobyl und die Folgen“ unterrichtet ab Freitag in der Urania über das Ausmaß der Katastrophe aus der Sicht der betroffenen ukrainischen Region. Anhand von Fotos, Briefen, Dokumenten und persönlichen Gegenständen soll ein besseres Verständnis für die Situation der Bevölkerung in der Ukraine bewirkt werden. Vor allem hofften die Menschen mit dieser Ausstellung auch auf mehr Hilfe aus Berlin, sagte Konstantin Marwienko, Abgeordneter der Stadt Kiew, gestern. Die Katastrophe habe mit dem GAU am 26. April 1986 erst begonnen. 15 Millionen Menschen litten seither in der Ukraine mehr oder minder stark unter gesundheitlichen Schäden. Leukämie und Schilddrüsenkrebs hätten seit der Katastrophe drastisch zugenommen. Die gesundheitliche Versorgung der Opfer von Tschernobyl sei häufig nur unzureichend, da die finanziellen Mittel fehlten.

In der Ausstellung werden auch Schutzanzüge gezeigt, die bei den Sanierungsarbeiten des Reaktors getragen wurden. Doch der Schutz sei trotzdem unzureichend gewesen, erläuterte Thomas Tschuprik, Kommandeur einer chemischen Sanierungskompanie von 1987. dpa

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen