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Trocken oder überflutet

Weltweit mehr Dürren und zugleich mehr Überschwemmungen: Angesichts extremer Schwankungen infolge des Klimawandels wird der globale Wasserkreislauf laut einem UN-Bericht immer unberechenbarer. Außer extremer Trockenheit und Überflutungen sei auch das dramatische Abschmelzen der Gletscher ein gravierendes Problem, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Wasserkreislauf-Jahresbericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Eine Analyse von EU-Daten zeigt derweil, dass im August Europas Böden so trocken waren wie nie.

„Die weltweiten Wasservorräte stehen unter zunehmendem Druck“, erklärte WMO-Chefin Celeste Saulo in Genf. „Zugleich haben extremere wasserbedingte Gefahren immer größere Auswirkungen auf Leben und Lebensgrundlagen.“

Im vergangenen Jahr herrschten nur in einem Drittel der weltweiten Flussgebiete „normale“ Bedingungen, wie der in Genf vorgestellte WMO-Bericht darlegt. Gletscher seien vielerorts dramatisch geschmolzen, während zugleich Dürren und Flutkatastrophen verheerende Schäden anrichteten. 3,6 Milliarden Menschen weltweit haben nach Angaben der UNO mindestens einen Monat pro Jahr nur unzureichenden Zugang zu Wasser. (afp)

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